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Revolution ohne Schüsse
Alle sprachen damals von Perestroika – wie sah es damit vor Ort aus? In einer facettenreichen Reportage schildert Adrian Geiges seine Erlebnisse mit Jugendlichen in der Industriestadt Rostow. Er arbeitete mit ihnen am Fließband in einer Mähdrescherfabrik und drückte mit ihnen die Schulbank. Er hat sie in den Jugendklub, zum Rockkonzert und ins Fußballstadion begleitet. Er hat mit ihnen über Liebe und Sexualität, über Punk und Heavy Metal, über die alten Sitten und das neue Denken gesprochen.
„Wenn mich jemand fragen würde, wie er sich über die Perestroika am besten in Büchern informieren könnte, würde ich ihm zwei Bücher empfehlen. Das 1987 erschienene Buch des größten Staatsmanns der Gegenwart, Michail Gorbatschow, zu diesem Thema, das die großen Linien zeichnet, und das soeben veröffentlichte von Adrian Geiges, das den Alltag der Perestroika im Jahre 1987 schildert.“
Jürgen Kuczynski, Professor für Wirtschaftswissenschaften, Autor des DDR-Bestsellers „Dialog mit meinem Urenkel“
China im Aufbruch
1986 besuchte Adrian Geiges als erster Vertreter der Moskau treuen westdeutschen Kommunisten die Volksrepublik China, nach jahrzehntelangen ideologischen Kämpfen zwischen den Parteien beider Länder. Er nimmt den Leser mit auf eine von Widersprüchen geprägte und faszinierende Entdeckungsreise in das China jener Zeit.
Brasilien brennt
Brasilien ist viel mehr als nur Fußball und Karneval. Es ist ein Gigant, der erwacht. Und es ist ein großartiges Land.
Die Weltöffentlichkeit übersieht den steilen Aufstieg eines neuen Giganten: Brasilien. Der fünftgrößte Staat der Erde, multikulturell, reich an Bodenschätzen, jung und dynamisch ist dabei, seine lähmende Vergangenheit hinter sich zu lassen. Der Aufbruch ist gewaltig. Die inneren Spannungen sind es auch.
Der langjährige Auslandskorrespondent Adrian Geiges lebt in Brasilien. Er hört den Menschen zu, spricht mit ihnen, teilt ihren Alltag. Er berichtet voller Sympathie und führt den Leser ins lebendige Leben dieses Landes.
Große Themen und sehr persönliche Begegnungen: Mit diesem Buch bekommt dieses Land der Zukunft ein menschliches Gesicht.
Mit Konfuzius zur Weltmacht
Der Kontrast könnte größer nicht sein: Euroländer sind pleite – China hat 3200 Milliarden Dollar Devisenreserven angehäuft, so viel wie kein Staat der Erde je zuvor. In Stuttgart protestieren Wutbürger gegen einen Bahnhofsausbau, der seit 15 Jahren geplant ist – die Chinesen stampfen in dieser Zeit ganze Megacitys aus dem Boden. An Berliner Schulen versinkt der Unterricht im Chaos – Shanghai erreicht bei der PISA-Studie Platz eins. Das Erfolgsprinzip wurde von einem Mann entwickelt, der seit fast 2500 Jahren tot ist: Konfuzius. Er predigte Lernen und Disziplin, genau das, was heute im globalen Wettlauf zählt. Einst verfolgten die Kommunisten seine Anhänger. Jetzt erlebt der Philosoph ein großes Comeback.
Dieses Buch geht dem Phänomen China, das den Ausgang des 21. Jahrhunderts bestimmen wird, auf den Grund. Es zeigt, wie sich die Sowjetunion und die USA in ihren Afghanistan-Kriegen ruinierten und China gleichzeitig aufstieg. Für ihre spannende Reportage fuhren die Autoren in die größte Stadt der Erde, zum Drei-Schluchten-Damm und zu den Chinesen in Afrika, besuchten Konfuzius-Schulen in Peking und Hamburg, sprachen mit chinesischen Politikern, Regimekritikern und Superstars. Der zunehmende Einfluss von Mikrobloggern, die korrupte Beamte angreifen, wird ebenso untersucht wie der Machtwechsel in China 2012.
Inhalt
China auf dem aufsteigenden, der Westen auf dem absteigenden Ast
Vom Scheunenaufseher zum Weltphilosophen – die Karriere des Konfuzius
Mao – der rote Gott
Der neue Kurs der Kommunisten: Harmonie statt Klassenkampf
Comeback des Konfuzius
Pisa-Schock und Tigermutter
Operation Gold – wie China im Sport siegt
Im Weltall werden die Letzten die Ersten sein
Die Missionare des Konfuzius in Europa
Reich werden mit Konfuzius
Von der Werkbank der Welt zur Bank der Welt
Afghanistan – Grab zweier Supermächte, Geburtsstätte der neuen
Afrika fest in chinesischer Hand
Die Energie des Konfuzius
Dreischluchtendamm – fünfmal stärker als Fukushima
Die größte Stadt der Erde
Chinas sexuelle Revolution
Konfuzius‘ Kinder kämpfen gegen Korruption
Was der Westen von Konfuzius lernen kann
Lesung bei Shanghai-Festtagen
Im Rahmen der Shanghai-Festtage der Hamburger Symphoniker las Adrian Geiges aus seinem Buch „Gebrauchsanweisung für Peking und Shanghai“. Die Veranstaltung am 15. Februar 2010 in der Alten Bibliothek der Hochschule für Musik und Theater war bestens besucht. Das Programm der Festtage reichte von der hohen Kunst der ältesten Oper Kunqu bis zur Shanghaier Erzählkunst Pingtan.
DIE ZEIT lobt Geiges-Buch
„Geiges nimmt die Leser fast fürsorglich bei der Hand“, schreibt Stefan Schomann in der ZEIT über das neue Buch „Gebrauchsanweisung für Peking und Shanghai“, erschienen in der renommierten Piper-Reihe. „Sie begleiten ihn zu gewaltigen Schlemmerorgien, erhalten Einblicke in die Mysterien einer Fahrschule oder werden mit der Sitte der ‚lärmenden Brautkammer‘ vertraut, neckischen Spielchen des Brautpaars ‚im intimen Kreis von dreißig Personen‘. China zum Kennenlernen.“
Auferstanden aus Ruinen
So hieß die ZDF-Dokumentation über den Weg von der SED zur Linkspartei, für die Adrian Geiges als Reporter unterwegs war. Ausgetrahlt wurde sie vom ZDF am 19. August 2009.
Adrian Geiges in ARD und ZDF
Gleich zweimal kam Adrian Geiges am 28. Juli im Fernsehen: Um 21 Uhr lief im ZDF der Dokumentarfilm „Wettlauf um die Welt – Aufbruch aus der Krise“, an dem er mitgearbeitet hat. 22.45 Uhr folgte dann in der ARD die Sendung „Freundschaft! Die Freie Deutsche Jugend“, für die er interviewt wurde.
